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		<title>Thomas Göttin: Neuigkeiten ...</title>
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		<description>Neuigkeiten</description>
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			<title>Thomas Göttin: Neuigkeiten ...</title>
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		<lastBuildDate>Sun, 15 Jan 2012 20:52:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Ursula Marti: Grenzgängerin</title>
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			<description>Am 12. Januar wählte der Stadtrat die SP-Politikerin Ursula Marti zur Stadtratspräsidentin und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Liebe Ursula, Liebe Anwesende</p>
<p class="bodytext">Ich freue mich riesig, dass ich dir, Ursula Marti als Mitglied von unserer Fraktion, zum Stadtratspräsidium gratulieren kann: Es ist angesichts der Halbwertzeit von Parteipräsidenten speziell, dass ich das in meiner Funktion als Co-Präsident der SP schon zum zweiten Mal machen darf, und ich tu es in drei Punkten:</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Du bist eine Grenzgängerin.</b></p>
<p class="bodytext">Eine Grenzgängerin zwischen Stadt und Land: Du bist aufgewachsen in Aarberg und wohnst in der Länggasse. Aber du bist nicht eine Grenzgängerin der scharfen Trennlinie, der Abgrenzung. Du bewegst dich in der breiten, offenen Übergangszone, wo sich vieles vermischt.&nbsp;Du bist nicht ängstlich, denn es ist immer die Angst, die Grenzen setzt. Du engagierst dich z.b. für die Grosse Schanze – dem Mischgebiet zwischen Länggasse und Innerstadt, oder für das Tram Region Bern, in der Agglomerationskommission, ja bis nach Georgien. Ich hoffe dass es dir – aber auch uns in der Stadt – gelingt, dass wir in diesem Jahr die Übergangszone mehr als die Trennlinie betonen. Gerade in Grenzgebieten erlebe ich alles andere als Stagnation, wie immer wieder behauptet wird, sondern Bewegung und neue Lösungen. Das gilt auch&nbsp;zwischen etablierter und freier Kulturszene, in der Wirtschaft, oder auf der Strasse.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Du bist gradlinig und sachlich.&nbsp;</b></p>
<p class="bodytext">Das scheint altmodisch, ist aber modern. Und nötig. Wir erfahren immer wieder: Nur schon eine gehässige, beleidigende Sprache ist Gift für die öffentliche Debatte. Das Gift ist schnell eingespritzt, es wirkt langsam, unmerklich, aber sicher, und man kann es nur schwer wieder abbauen. Im letzten Jahr seid ihr ein super Stadtratspräsidiums-Frauenteam gewesen, ein Antidot im Interesse der Sachlichkeit. Ich hoffe, das wird dir und dem neuen Team ebenso gelingen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Du bist eine Sozialdemokratin</b>.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Als Sozialdemokratin bist du uns andern SP-Mitgliedern immer einen Schritt voraus, deine erste politische Handlung war deine Geburt: am 1.Mai. Wir sind stolz, dass die SP mit dir nicht nur am 1.Mai, sondern das ganze Jahr die höchste Bernerin stellt.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Website von&nbsp;<a href="http://www.ursulamarti.ch/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_blank" class="external-link-new-window" >Ursula Marti</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Persönlich</category>
			<category>Stadtrat</category>
			<category>SP</category>
			
			<!-- -->
			<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 20:52:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mit Griesgram zur Wende?</title>
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			<description>Der &quot;Bund&quot; beklagte wieder einmal die Stadtberner Stagnation und die Ermüdungserscheinungen von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In einem Leitartikel bescheinigt der Bund der Stadt Bern einmal mehr Stagnation und begründet dies wie vor vier Jahren mit Ermüdungserscheinungen und fehlender Aufbruchsstimmung des RGM-Bündnisses. Als Beweis dient einzig das zurückgestellte Stadtfest und dass der Gemeinderat sich angeblich auf die Waldstadt statt die Entwicklung im Westen konzentriere. Kommt der griesgrämige Ton des Artikels davon, dass der Bund dieselbe Haltung bereits vor den letzten Wahlen vertrat, oder liegt er im aktuellen Zustand der städtischen Alternativen FDP und SVP begründet? </p>
<p class="bodytext">Mein persönliches Gefühl für Bern ist weder von Stagnation noch Ermüdungserscheinungen geprägt, wenn ich durch die Stadt spaziere: ob über den neuen Bundesplatz, unter dem Baldachin am Bahnhof durch, oder mit dem neuen Tram in den Westen Berns – sichtbar ist eine Stadt, die sich wandelt und erneuert. In den vergangenen vier Jahren geschah dies vor allem in den Quartieren, mit der&nbsp; Aufwertung in Bern West und dem Wandel der Länggasse zu einem fast mediterranen Zentrum. In der kommenden Legislatur wird der Osten Berns zu einem Schwerpunkt der Entwicklung: Die Lebensqualität entlang der Achse Ostring-Thunplatz wird massiv aufgewertet und das Tramdepot Burgernziel mittendrin zu einem neuen Wohn- und Quartierzentrum. Im Zentrum freue ich mich das renovierte Stadttheater und die mögliche Öffnung des Burgerspitals. Neue Wohnformen werden von Vielfalt zeugen: autofrei an der Burgunderstrasse, preisgünstig im Stöckacker, gemeinnützig an der Mutachstrasse oder dem Warmbächliweg. Das Theater hat einen modernen Ableger in Köniz erhalten, interessante Köpfe sorgen für spannende Aufführungen, und der Progr strahlt über Bern hinaus bis nach Berlin. Noch mehr? Ja – die Stadtfinanzen sind ins Lot gebracht und die Hauptstadtregion ist national verankert, und der Kanton Bern sendet gewichtige städtische Vertreter ins nationale Parlament.</p>
<p class="bodytext"><b>Fehlende Chancengleichheit</b></p>
<p class="bodytext">Man darf diesen – ich meine berechtigten - Stolz nicht mit Selbstgefälligkeit verwechseln. Niemand kann die Augen verschliessen vor den dunkleren Seiten: Wir sind in den letzten vier Jahren dank der Intervention der Staatengemeinschaft nur knapp an einem von den Banken verursachten Zusammenbruch vorbeigeschlittert. Die Banken blieben unbehelligt, dafür drohen staatliche Schulden unsere Sozial- und Bildungssysteme zu untergraben. Auch Bern blieb nicht unberührt: Soeben strich der Grosse Rat Schulstunden, die sozialen Unterschiede wachsen, die Anzahl der Armen im Kanton geht auf die 100‘000 zu und nirgends ist die Dichte an Milliardären höher. Aus ungleichen Chancen und Unsicherheit lässt sich populistisches Kapital schlagen. Die Welt ist nicht so heiter, wie sie sich bei einem Spaziergang durch die neuen Quartiere Berns präsentiert. In Sozial- und Wirtschaftsfragen sind die Interventionsmöglichkeiten einer Stadt jedoch bescheiden und die politischen Kräfteverhältnisse an den Schaltstellen leider umgekehrt. Eine lokal begrenzte Aufbruchsstimmung zu diagnostizieren würde angesichts dieser weiter gefassten Perspektive beinahe autistische Züge tragen. </p>
<p class="bodytext"><b>Keine Glanzstücke</b></p>
<p class="bodytext">Wie die vom Bund herbeigesehnte neue Mehrheit im Gemeinderat mit zwei Mitte-Sitzen zu einer Aufbruchsstimmung führen soll, wenn dies gleichzeitig zu mehr Unberechenbarkeit führt, wie der Bund zu Recht bemerkt, bleibt selbst aus lokaler Perspektive schleierhaft. Die Erfahrungen mit wechselnden Mehrheiten der zu Ende gehenden Legislatur waren bei der Erhöhung des Rentenalters, dem Chaos beim Schulreglement und den sich abzeichnenden Unklarheiten bei der Kinderbetreuung alles andere als Glanzstücke einer Politik des Aufbruchs. </p>
<p class="bodytext">Positiv ist hingegen der Aufstieg von neuen, verlässlichen Parteien, welche auch für RGM zu konstruktiven Partnern werden, mit welchen sich in der kommenden Legislatur übergreifende Kompromisse schliessen lassen. Ein erster Schritt gelang mit dem Wechsel zum vierzehntäglichen Rhythmus des Stadtrates, was zu effizienterer Arbeit, sachlicheren Debatten und weniger Vorstössen geführt hat. Einen Hauch von Aufbruchsstimmung spüre ich derzeit bei Projekten abseits der ausgetretenen Politpfade. Das Projekt einer Berner Online-Zeitung gehört dazu, das Alpine Museum, aber auch das Stadtfest, wo durchaus neue Ideen am Gären sind…</p>]]></content:encoded>
			<category>Persönlich</category>
			<category>SP</category>
			
			<!-- -->
			<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 21:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schulreglement auf der Schlussgeraden</title>
			<link>http://www.thomas-goettin.ch/blog-thomas-goettin.html?&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=150&#38;cHash=f5f2471b6ecef4774797e8174c006cf7</link>
			<description>Am 1. Dezember 2011 diskutierte der Stadtrat den Zwischenbericht zu Strukturreform der Volksschule:...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Werte Anwesende</p>
<p class="bodytext">Nach jahrelangen, zum Teil wirren Diskussionen um die Schule biegen wir mit dem Zwischenbericht jetzt hoffentlich in die Schlussgerade ein – es besteht Aussicht auf ein akzeptables Resultat. Aus Sicht der SP ist wichtig, dass wir den Schulen ein Zeichen geben, dass wir nicht ständig halb durchdachte Änderungen wollen, sondern dass wir den Schulen einen breit abgestützten und verbindlichen Rahmen geben. </p>
<p class="bodytext">Die SP hat sich intensiv mit dem Thema befasst, viel Arbeit hat Corinne Mathieu gemacht, die leider heute entschuldigt ist, es hat auch Gespräche gegeben mit andern Parteien und dabei haben wir einen offeneren und konstruktiveren Umgang angetroffen als auch schon. Wichtig ist auch für die kommenden Entscheide Verlässlichkeit - ohne das ist politische Arbeit nicht möglich. Dem werden auch wir Rechnung tragen, wenn die verschobene SP-GB-Motion zum gleichen Thema behandelt wird. Wir nehmen vom Zwischenbericht Kenntnis und stimmen dem Antrag der SBK zu, dass der Gemeinderat eine Teilrevision des Schulreglements auf der Basis von zwei Strukturmodellen bis zum Sommer 2012 vorlegt.</p>
<p class="bodytext">Das entspricht auch den bisherigen politischen Entscheiden: In den Übergangsbestimmungen heisst es, dass der Gemeinderat verschiedene Strukturmodelle prüft und gleichzeitig, das er eine Vorlage mit einer Einheitskommission vorlegt. Genau das macht er jetzt. </p>
<p class="bodytext">Materiell hat die SP eine klare Präferenz für das Zentralschulmodell. Die Einheitsschulkommission kommt für uns nicht in Frage: Die Schulen sind dagegen, die Schulkommissionen und die Elternräte, und vor allem auch die Bevölkerung in den Quartieren. Die Verankerung in den Quartieren und bei den Eltern würde verloren gehen, es wäre ein massiver Eingriff, wo wir doch erst vor wenigen Jahren die Zahl der Schulkommissionen von 18 auf 6 reduziert haben, wo jetzt mit den Quartieren übereinstimmen. Wir wollen kein neues Strukturchaos, und wir sind überzeugt, und hören es auch immer wieder von unsern Mitgliedern, und von Mitgliedern aus andern Parteien: unsere Volksschulen brauchen die Abstützung in den Quartieren und bei der Bevölkerung. </p>
<p class="bodytext">Mit dem Zentralschulmodell wird der Anspruch eingelöst, dass die 6 Schulkommissionen in den Quartieren bleiben. Wir sind aber auch immer offen für Verbesserungen und Optimierungen, wie sie mit der Ablösung von der Volksschulkonferenz durch eine Zentralschulkommission möglich sind. Wir verzichten darauf, hier schon wieder allzu detaillierte Vorschriften und Auflagen zu machen, der Gemeinderat soll jetzt seine fachliche Verantwortung wahrnehmen und ein gutes Modell vorlegen. Was wir ihm schon mal mitgeben möchten als Anregungen:</p>
<p class="bodytext">Die Bezeichnung „Zentralschulkommission“ ist eher unglücklich, da gibt es sicher besseres. Es braucht es ein gutes Abwägen zwischen den nötigen stärkeren Kompetenzen auf Ebene Zentralschulkommission und den Schulkommissionen in den Quartieren, wo weiterhin ihre klaren Kompetenzen brauchen. Das ist auch die Ebene, auf welcher die Elternräte sinnvoll sind. Die Zentralschulkommission muss schlanker werden als die bisherige VSK, es braucht nicht mehr Beisitzer als Stimmberechtigte. Die Kompetenzverteilung muss klar sein, und die Kommission muss eine &nbsp;gesamtstädtische Optik einnehmen, damit es nicht Konflikte zwischen den Quartieren gibt.</p>
<p class="bodytext">Wenn das die Basis ist für eine Vorlage im nächsten Juni, dann bin ich optimistisch, dass wir ein genügend breit abgestütztes Resultat erhalten, und den Schulen die Sicherheit und den Rahmen mitgeben können, den sie brauchen.</p>]]></content:encoded>
			<category>Stadtrat</category>
			<category>Sozialpolitik</category>
			<category>Quartier</category>
			
			<!-- -->
			<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 20:52:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die weissen Schuhe</title>
			<link>http://www.thomas-goettin.ch/blog-thomas-goettin.html?&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=149&#38;cHash=6d4870a06dd9e02409adf98288e1f723</link>
			<description>Der Maler Raoul Ris hat Gäste eingeladen, zu seinem Bild &quot;Die weissen Schuhe&quot; beizutragen: Bilder,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das Konzert war Spitze. Leicht und zufrieden sitze ich auf dem Geländer, das die Fussgänger von der Strassenkreuzung trennt, die Arme um Simone geschlungen. Weisse Scheinwerferstriche, gelbe dicke Strassenlampen, dahinter schwarze Nacht. Wir warten aufs Taxi, das uns zurück in den Norden Londons bringt. Ein lockerer, fröhlicher Strom von Konzertbesuchern verteilt sich über die Strassen hinaus in alle Richtungen. Autos mischen sich mit Menschen, Gehupe, Gelächter. Alles Schwarze. Nicht erstaunlich bei einem Reggae-Konzert im Hammersmith Odeon.</p>
<p class="bodytext">Aus dem Geschlängel heraus bildet sich etwa dreissig Meter vor uns eine Reihe von sieben Gestalten. Schemenhafte Umrisse, unterschiedliche Grösse, dunkle Kleidung, weisse Turnschuhe. Es lässt sich nicht sagen: Schlendern sie oder schreiten sie rasch auf uns zu. In dem Moment, als auch Simone sie wahrnimmt, verkrampft sich ihr ganzer Körper. Das Adrenalin schiesst mir ins Blut. Hinter mir die dunkle Strasse, blendende Scheinwerfer entgegenkommender Autos, fehlende Orientierung. Auf den letzten Metern nähert sich die Reihe mit jedem Schritt langsamer, wie in einem Film, der über slow motion zum Stillstand kommt. Jede Körperbewegung der sieben Gestalten zerfällt in ihre einzelnen, präzise wahrnehmbaren Abläufe, bis sich die ganze Reihe mit einer letzten, federnd ausschwingenden Bewegung im Halbrund vor uns aufbaut. Stoppt. Wartet. Die sieben heben sich gestochen scharf vom nächtlichen Hintergrund ab. Die Zeit ist eingefroren. </p>
<p class="bodytext">«Ihr habt Angst. Sie spiegelt sich in eurem Gesicht.» Simone und ich bleiben stumm. Halten uns gegenseitig. Versuchen fieberhaft, ihre Körpersprache zu entschlüsseln. Aber wir kennen sie nicht. Ist es eine Provokation? Jetzt keinen Fehler begehen. Einer schiebt die Kapuze zurück und strahlt. Die weissen Zähne blitzen auf, er lacht, die andern stimmen ein. Die Zeit taut auf. Der Film fängt wieder an zu laufen. «Kein Stress. War ein tolles Konzert. Schönen Abend noch.» Die Gruppe löst sich rasch auf in der nachtschwarzen, gelb-weiss getupften Szenerie der Strassenkreuzung. Das Taxi kommt. </p>]]></content:encoded>
			<category>Persönlich</category>
			
			<!-- -->
			<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 17:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wurzeln auf dem Weg zum Veloweg</title>
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			<description>Am 3. November 2011 war ich aus beruflichen Gründen nicht dabei, als der Stadtrat auf der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ich fahre täglich auf dem Veloweg vom Kalcheggweg den Tennnisplätzen entlang zum Thunplatz und&nbsp;kenne auf diesem Wägli jede Wurzel - und von denen hat es eine ganze Menge. Mit seiner ersten&nbsp;Motion wollte SP-Stadtrat Stefan Jordi im Jahre&nbsp;2005&nbsp;eine schnelle und einfache Verbesserung des Velowegs: Bessere Einfahrten weil es nämlich auf der Seite Kalcheggweg einen engen rechten Winkel hat, mehr Licht weil es Abends dunkel ist, Belagsausbesserungen weil es holpert - zweimal wegen Wurzeln, einmal wegen einem Dolendeckel-Loch: Da besteht Sturz- und Ausweichgefahr.&nbsp;Seit Jahren benützen jedoch VelofahrerInnen und FussgängerInnen diesen Weg und alle&nbsp;wissen, dass man aufpassen muss. </p>
<p class="bodytext">Mit der Zeit ist die Motion zu einem Grossprojekt für eine Viertel Million Franken geworden, inklusive Abholzung einer ganzen Baumreihe dem Weg entlang. Das ist teuer, unnötig, und damit geht das Ausbessern der gefährlichen Stellen nochmals länger: Es dürfte&nbsp;Widerstand geben, nachdem nun schon seit sieben Jahren geplant wird. Wir&nbsp;hoffen, dass nun bald eine Verbesserung kommt, wenn auch bescheidener, aber dafür tatsächlich umgesetzt. </p>
<p class="bodytext">Ich hätte dafür noch zwei damit verbundene Anliegen aus dem Quartier, die wenig kosten, aber viel bringen:</p>
<p class="bodytext">·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Eine Ausschilderung des Velowegs von Seite Kalcheggweg her, denn sonst fahren vor allem Leute die den Weg nicht kennen zuerst gerade aus in den Wald statt auf den Veloweg.</p>
<p class="bodytext">·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das zweite wäre, dass die Fortsetzung desVelowegs Richtung Dählhölzli parallel zur Kirchenfeldstrasse endlich ebenfalls als Veloweg aufgewertet wird. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Persönlich</category>
			<category>Umwelt</category>
			<category>Stadtrat</category>
			<category>Sicherheit</category>
			<category>Quartier</category>
			
			<!-- -->
			<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 19:14:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein Bier mit Wale Christen</title>
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			<description>Am 2. November verabschiedete im Gemeinschaftszentrum Gäbelbach eine grosse Schar...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Es ist lange her, dass ich zu Gewerkschaftskolleginnen und – kollegen gesprochen habe, und ich habe mich deshalb sehr auf heute gefreut, erst recht weil es der Abschied zu Ehren von Walter Christen ist – wir haben im Stadtrat und im Namen von VPOD und SP immer wieder zusammen gekämpft.&nbsp;&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Selber habe ich nicht so lange wie Walter, aber doch&nbsp;zehn Jahre für die Gewerkschaft gearbeitet, den SMUV. Aber die wirkliche Gewerkschaftsarbeit habe ich als Mitglied und Präsident einer Betriebskommission gelernt. Ich weiss was das heisst, im Betrieb für die Gewerkschaft und die sozialen Forderungen einstehen und freue mich über alle, welche diese wichtige gewerkschaftliche Arbeit machen. Walter Christen, und der VPOD, pflegen diese Art der Gewerkschaftsarbeit, und was das neben Verhandlungen im Betrieb oder mit der Verwaltung auch heissen kann, haben wir unter anderem eindrücklich erlebt bei der Rentenalterdemo: Den gewerkschaftlichen Grossaufmarsch vor dem Rathaus an diesem sonnigen Donnerstag, wo viele von euch sicher dabei gewesen sind, werde ich nicht mehr vergessen.&nbsp;&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Mit Walter Christen&nbsp;habe ich zusammen gearbeitet bei der Revision des Pensionskassenreglementes, bei Wahlen, bei der Frage service public und EWB. Auf ihn konnte ich mich bei sozialpolitischen Fragen immer verlassen. Bei&nbsp; gesellschaftlichen Fragen sind wir zum Teil völlig unterschiedlicher Meinung.&nbsp;Nicht einmal den gleichen Dialekt haben&nbsp;wir. Manchmal musste ich schmunzeln, dass der Zufall es wollte, dass wir zwei so unterschiedliche Naturen zusammen arbeiteten. Zu diesem Widerspruch, der eben gerade keiner ist, will ich kurz etwas sagen.</p>
<p class="bodytext">Ich glaube, die Gewerkschaften stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie die SP. Der Soziologe und ehemalige Gewerkschafts-Sekretär Daniel Oesch hat kürzlich gesagt: Die SP hat den Aufbruch in die neue Mittelklasse in den 80er Jahren bezahlt mit Verlusten bei den Arbeiterinnen und Arbeitern. Aber eben nicht wegen sozialpolitischen Differenzen zwischen diesen beiden Schichten oder Klassen, sondern wegen gesellschaftspolitisch unterschiedlichen Anschauungen. Die SVP konnte lange Stimmen holen mit emotionalen Themen wie EU, Volk und Nation, Kriminalität, Religion. Die Schwäche der Linken, nämlich in gesellschaftlichen Fragen diese Polarisierung mitzumachen, war die Stärke der SVP. Aber sobald die SVP zu sozialpolitischen Fragen Stellung nehmen muss, Stichwort Bonus, Mindestlohn, Lohnschere etc., politisiert sie als Partei der Milliardäre völlig an ihrer Basis vorbei. </p>
<p class="bodytext">Wir müssen beim Thema soziale Gerechtigkeit am Ball bleiben und im Umgang mit gesellschaftspolitischen Fragen eine gewisse Gelassenheit an Tag legen – bei der SP darum weil sie den Anspruch hat, eine Volkspartei zu sein, bei den Gewerkschaften, weil sie den Anspruch haben müssen, alle Beschäftigten zu organisieren. Auch wenn die kulturellen, gesellschaftlichen Unterschiede gross sind, „ob wir rote, gelbe Kragen, Helme oder Hüte tragen“, was zählt ist die gemeinsame Überzeugung von sozialer Gerechtigkeit. </p>
<p class="bodytext">Ich habe den Eindruck, dass nicht alle Gewerkschaften das gleich ernst nehmen. Die Rolle der Betriebskommissionen sollte man nicht&nbsp;unterschätzen, die kulturellen Unterschiede bei Fusionen auch nicht. Auch zwischen Gewerkschaften und SP gibt es Unterschiede, auch da braucht es Gealssenheit und gegenseitiges Verständnis, mehr als das heute teilweise der Fall ist.</p>
<p class="bodytext">Unterschiedliche Traditionen sind wichtig. Benedikt Loderer hat kürzlich gesagt, Tradition sei tot, es gäbe nicht mehr zu tradieren, weiter zu geben, weil im postindustriellen Zeitalter Erfahrungen nicht mehr zählen. Tradition sei nur noch Folklore. Das Gegenteil ist der Fall, wenn man nur schon schaut, wie lebendig die Volksmusik ist. Ich freue mich besonders, dass heute eine Volksmusik auf der Bühne steht. Noldi Alder, vierte Generation von der Alder-Streichmusik aus dem Appenzell, hat kürzlich an einem tollen Konzert in Basel gesagt: Fremde Einflüsse ausdrücklich erwünscht. </p>
<p class="bodytext">Auch gewerkschaftliche Arbeit braucht beides, Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Tradition und neue Einflüsse. Das gilt sogar &nbsp;für den 1.Mai. Hauptsache, ich kann weiterhin mit Wale Christen ein Bier trinken.</p>]]></content:encoded>
			<category>Persönlich</category>
			<category>SP</category>
			<category>Sozialpolitik</category>
			
			<!-- -->
			<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 18:46:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vom Schwung für die Wahlen 2012 und einem Bauchgefühl</title>
			<link>http://www.thomas-goettin.ch/blog-thomas-goettin.html?&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=146&#38;cHash=a837a7e97b7e24f33914753f1b6e2602</link>
			<description>Die SP legte in der Stadt Bern bei den Nationalratswahlen Stimmen zu: das verleiht Schwung für das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ich freue mich für die SP über das Wahlresultat, insbesondere in der Stadt Bern. Ich bin stolz auf uns und die politische Arbeit und möchte allen herzlich danken. </p>
<p class="bodytext">Ich weiss: ein Wahlkampf braucht politischen Mut und langen Atem, auch im Gegenwind, deshalb beeindrucken mich diese Wahlkämpfe am meisten. Und nicht alle können vorne sein, wer weiss das besser als ich, habe ich doch vor vier Jahren bei den Nationalratswahlen kandidiert und bin zweitletzter geworden auf der ganzen Liste.&nbsp;Der Dank gilt auch denWahlhelferinnen und -helfer und den JUSO, mit tollen Resultaten der Juso-Liste und der Juso-Mitglieder auf der SP Liste. Da kommt eine spannende neue Generation.</p>
<p class="bodytext">Die SP erreicht in der Stadt Bern 30.5%, das sind 1.4% mehr als vor vier Jahren, und das bei der Konkurrenz von neuen Parteien wie BDP und GLP, die je 8-9% machen. Das ist sensationell, den Schwung nehmen wir mit in die städtischen Wahlen.&nbsp;Aber jetzt kommt schon das aber:</p>
<p class="bodytext"><i>Aber</i> wir wissen aus den Niederlagen, dass es keine Sicherheit gibt, dass wir um jede Stimme kämpfen müssen, immerhin wir sehen auch: wir sind wieder attraktiv, für Junge, ErstwählerInnen, WechselwählerInnen.</p>
<p class="bodytext"><i>Aber</i> wir dürfen die Verluste der Grünen nicht vergessen: Das ist mehr als bedauerlich, denn wir sind Partner, und müssen zusammen spannen, damit wir etwas bewegen können. Mit Blick auf die Stadtratswahlen müssen die Grünen in der Stadt allerdings sehr gut klar machen können, weshalb man sie und nicht die Grünliberalen wählen soll – bei der GFL hat mir das vereinzelt nicht so klar geschienen.</p>
<p class="bodytext"><i>Aber</i> beim Stadtrat ist das Wahlverhalten nicht gleich wie bei nationalen Wahlen, das Resultat darf man nicht vergleichen. Was trotzdem positiv stimmt: der Trend abwärts ist gebrochen, seit zwei Jahren geht es aufwärts, wenn wir immer die gleiche Wahlebene vergleichen:</p>
<p class="bodytext">Grossratswahlen 2010: + 0,7 % gegenüber 2006</p>
<p class="bodytext">Nationalratswahlen 2011: + 1,4% gegenüber 2007</p>
<p class="bodytext">Stadtratswahlen 2012: wir wollen über 2% zulegen gegenüber 2008</p>
<p class="bodytext">Es gibt viele Möglichkeiten, wie man die Gründe für diese Trendwende analysieren könnte: ein guter Wahlkampf, gute Präsenz der SP bei aktuellen Themen, die Schwäche der andern, Proporzglück, für mich jedoch ist es vor allem ein Bauchgefühl:</p>
<p class="bodytext">Wir sind wieder authentischer und glaubwürdiger geworden. Wir kommen aus einer schwierigen Phase, haben in Bern auch wegen einer gewissen Gleichgültigkeit, vielleicht sogar Überheblichkeit, weil wir Zuhören verlernt haben, mit Wahlniederlagen bezahlt. Wir mussten uns in neu finden, dieser Prozess ist nicht abgeschlossen. Wir haben an Transparenz und&nbsp;Offenheit gewonnen, und ich hoffe auch, die Diskussionskultur innerhalb der SP und mit andern Lagern verbessert. Ich glaube, jenseits aller Plakate und Medienberichte: das merken und schätzen die Leute. Ich glaube, das schätzen auch die Mitglieder, wir haben in den letzten Monaten nämlich deutlichen Zuwachs erhalten. </p>
<p class="bodytext">Wenn ich jetzt voraus schaue auf die kommenden Stadtwahlen: Ja, da wollen wir gegenüber 2008 deutlich zulegen. Und das können wir schaffen. Wir sind und bleiben eine breite Volkspartei. Das ist, zusammen mit der Offenheit und Glaubwürdigkeit, der Anspruch, der unsere Stärke ist. Was uns verbindet, ist vor allem das Einstehen für soziale Gerechtigkeit, Fairness, für Chancengleichheit und Engagement „für alle statt für wenige“. Besser kann ein Wahlslogan das nicht ausdrücken. </p>
<p class="bodytext">Der Wirtschaftssoziologie Daniel Oesch hat kürzlich gesagt: Die SP hat den Aufbruch in die neue Mittelklasse in den 80er Jahren bezahlt mit Verlusten bei den Arbeiterinnen und Arbeitern. Aber eben nicht wegen sozialpolitischen Differenzen zwischen diesen beiden Schichten oder Klassen, sondern wegen gesellschaftspolitisch unterschiedlichen Anschauungen. Die SVP konnte lange polarisieren und so diese Stimmen holen mit gesellschaftspolitischen Themen wie EU, Volk und Nation, Kriminalität, Religion – sobald die SVP zu sozialpolitischen Fragen Stellung nehmen muss, politisiert sie als Partei der Milliardäre völlig an ihrer Basis vorbei.</p>
<p class="bodytext">Es muss uns gelingen, dass wir bei dem Thema soziale Gerechtigkeit am Ball bleiben und bei gesellschaftspolitischen Fragen eine gewisse Gelassenheit behalten – mit der Breite einer Volkspartei. Das schadet uns in der Stadt nicht, und in den einzelnen Quartieren schon gar nicht. Ich möchte unbedingt auch in Bümpliz und Bethlehem wieder an Stimmen zulegen. </p>
<p class="bodytext">Dann können wir aber auch – jetzt bin ich schon bei den Grossratswahlen 2014 – den Graben zwischen Stadt und Land wieder etwas zuschütten. Denn es kann uns in der Stadt auch nicht gleichgültig sein, dass die SP auf dem Land an Boden verliert. Ich habe kein Problem, wenn die SP-Mitglieder im Oberland Militär- und Landwirtschaftsfragen anders sehen, bei Religion und Kultur ist es auch so, und jene, die mich kennen, wissen ja um meine grosse heimliche Liebe zur modernen Volksmusik. Benedikt Loderer hat kürzlich gesagt, Tradition sei eine schön geschminkte Leiche: er meint damit, es gäbe nichts mehr zu tradieren, zum weitergeben, weil im schnellen postindustriellen Zeitalter Erfahrungen nicht mehr zählen. Tradition sei nur noch Folklore. Das Gegenteil ist der Fall, wenn man nur schon sieht, wie lebendig die Volksmusik ist. Noldi Alder, vierte Generation der Alder-Streichmusik aus dem Appenzell, hat kürzlich an einem tollen Konzert in Basel gesagt: Fremde Einflüsse ausdrücklich erwünscht. </p>
<p class="bodytext">Dafür braucht es Selbstbewusstsein. Das dürfen wir in der SP haben. Das ja, aber nicht Überheblichkeit, wie wir auch lernen mussten. Eine Gratwanderung. Auf dem Grat müssen wir gehen, wenn wir bei den Stadtwahlen 2012 Erfolg haben wollen.</p>]]></content:encoded>
			<category>Persönlich</category>
			<category>Nationalrat</category>
			<category>Stadtrat</category>
			
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			<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 22:44:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Finanzpolitik II: Es ist nicht was nicht sein darf</title>
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			<description>Kürzlich schrieb ich zur Finanzpolitik, wie es auch Konservativen langsam dämmert, dass der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Jeffrey Sachs schrieb letzte Woche im Bund: „Die Politik des Wachstums um jeden Preis hat zu massiven Ungleichheiten in Sachen Reichtum und Macht geführt. Die Folge: eine enorme Unterschicht, Millionen von Kindern in der Armutsfalle und ernsthafte Umweltschäden“. Und: „Die politische Förderung von Unternehmensprofiten bedroht die kapitalistische Welt selbst.“ Jeffrey Sachs ist nicht irgendwer, sondern der hybride Priester der neoliberalen Ökonomen. Er hat 1985 Bolivien als Berater eine brutale Schocktherapie verordnet, inklusive Notstand und zweimaliger Verhaftungswelle der Gewerkschaftsspitze im ganzen Land. Er hat der Gewerkschaft Solidarnosc in Polen den „Sachs-Plan“ verkauft: Privatisierung von Bergbau, Werften und Industrie, Streichen von Preiskontrollen und Subventionen, dafür Vermittlung von IWF-Krediten. Folge: 1989 waren 15% der Polen unter der Armutsschwelle, 2006 sind es 59%. Für Solidarnosc war der Plan übrigens das Ende: in nur drei Jahren gab es gegen Solidarnosc tausende von Streiks und am Schluss eine verheerende Wahlniederlage mit nur noch 5 % Wähleranteil. Beim Zusammenbruch der russischen Gesellschaft nach dem Jelzin-Putsch gegen das Parlament und dem Ausverkauf der Industrie an die Oligarchen kam der Moment, wo sich Sachs von der neoliberalen Theorie abzuwenden begann und zu einem der Kritiker wurde – und zu seiner eigenen Rolle lässt er später durchblicken, das hätte er alles nie gewollt.</p>
<p class="MsoNormal">Monika Bütler ist eine Schweizer Oekonomin, die seit Jahren alles inklusive&nbsp;Bildung, Kinderbetreuung und&nbsp;Soziales unter das Primat der Marktwirtschaft stellt. Auch sie schreibt letzte Woche: „Eigentlich müsste heute mindestens ein Teil der Steuersenkungen rückgängig gemacht werden.“ Aber: „Lieber werden der Polizei und den Spitälern die dringend notwendigen Stellen vorenthalten und die Infrastruktur vernachlässigt, als Steuern angehoben. Doch solche Sparübungen bringen gesamtwirtschaftlich wenig. Aber sie treffen die weniger Verdienenden und gefährden den Zusammenhalt der Bevölkerung, letztlich die Grundlage einer erfolgreichen Wirtschaft.“</p>
<p class="MsoNormal">Das alles rief die NZZ am Sonntag auf den Plan: Krise sei, wenn die Rechten glauben, die Linken hätten recht, schrieb der Chefredaktor in einem Leitartikel.&nbsp;Man stelle sich vor: ehemalige Reagan- und Bush-Fans, Thachter-Biografen, FAZ-Leitartikler, Marktwirtschaftlerinnen und Starökonomen&nbsp;dämmert reihum, dass die neoliberale Spar- und Steuersenkungswirtschaft vielleicht doch nicht ganz das wahre ist. In dieser Situation&nbsp;sieht die NZZ – wie der Papst, wenn er das Zölibt verteidigt - das einzige Problem darin, dass Rechte vom rechten Glauben abfallen. </p>]]></content:encoded>
			
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			<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 16:47:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Berner Projekt für Medienvielfalt</title>
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			<description>Ich freue mich, dass in Bern ein neues online-Medienprojekt für lokale Politik und Kultur entsteht,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das neue Projekt werden junge, engagierte Journalistinnen und Journalisten professionell umsetzen. Soweit ist es noch nicht, die Arbeiten beginnen, sobald sich hundert Leute bereit erklären, mit 500 Franken mitzumachen. Die Trägerschaft soll für die nötigen Rahmenbedingungen sorgen. Ich bin sicher, dass wir dieses Ziel erreichen. </p>
<p class="bodytext">Bereits heute, am ersten Tag, habe ich viel Unterstützung gespürt. Allen schon jetzt ein grosses Merci für das Engagement für die Meinungsvielfalt in Bern.</p>
<p class="bodytext">Trägerschaft: <a href="http://www.berneronlinemedien.ch/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_blank" class="external-link-new-window" >Berner Onlinemedien</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Persönlich</category>
			
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			<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 15:38:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Stadtfest - aber richtig</title>
			<link>http://www.thomas-goettin.ch/blog-thomas-goettin.html?&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=143&#38;cHash=37fac68da3b1defd7efa8e88e8915677</link>
			<description>So müsste ein Stadtfest in Bern sein: mit Ausstrahlung über die Stadt hinaus, die ganze Bevölkerung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In der Debatte vom 1. September 2011 hat der Stadtrat die Vorschläge des Gemeinderates für ein Stadtfest 2013 zurückgewiesen. Iin seltener Einigkeit zeigten sich die Fraktionen weder vom Anlass noch dem Konzept überzeugt. Dahinter standen aber sehr unterschiedliche Interessen: vor allem die bürgerlichen Parteien SVP, BDP und FDP wollen am liebsten gar kein oder höchstens ein rein kommerzielles Stadtfest, die SP hatte Bedenken bezüglich des konkreten Vorschlages. Ich meine, ähnlich wie die GLP und in ihrem Kommentar die Berner Zeitung: Wenn schon ein Stadtfest, dann richtig. Das heisst, es braucht eine zündende Idee (nicht zwingend ein gesuchter, historisch runder Anlass...!) und ein überzeugendes Konzept (das nicht einfach bestehende Anlässe konkurrenziert...!), und das ganze sollte über die Stadt hinaus ausstrahlen. Unmöglich? Ich meine: Machbar!</p>]]></content:encoded>
			<category>Persönlich</category>
			
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			<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 16:48:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
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