In der Debatte vom 1. September 2011 hat der Stadtrat die Vorschläge des Gemeinderates für ein Stadtfest 2013 zurückgewiesen. Iin seltener Einigkeit zeigten sich die Fraktionen weder vom Anlass noch dem Konzept überzeugt. Dahinter standen aber sehr unterschiedliche Interessen: vor allem die bürgerlichen Parteien SVP, BDP und FDP wollen am liebsten gar kein oder höchstens ein rein kommerzielles Stadtfest, die SP hatte Bedenken bezüglich des konkreten Vorschlages. Ich meine, ähnlich wie die GLP und in ihrem Kommentar die Berner Zeitung: Wenn schon ein Stadtfest, dann richtig. Das heisst, es braucht eine zündende Idee (nicht zwingend ein gesuchter, historisch runder Anlass...!) und ein überzeugendes Konzept (das nicht einfach bestehende Anlässe konkurrenziert...!), und das ganze sollte über die Stadt hinaus ausstrahlen. Unmöglich? Ich meine: Machbar!
Erfreulich: das Stadtfest kommt. Am 20. Mai 2010 hat der Stadtrat unserem SP-Postulat "Ein Stadtfest für die Bevölkerung" mit 45 Ja, 8 Nein und einer Enthaltung zugestimmt. Bereits der Gemeinderat war bereit gewesen, es erheblich zu erklären. Das ist nun also geschehen. Wir freuen uns.
Postulat Fraktion SP/JUSO (Annette Lehmann/Thomas Göttin)
Wir erinnern uns gerne an die Euro 08 und andere Feste oder Sportveranstaltungen. Das letzte Berner Stadtfest ist aber bereits 18 Jahre her und das vorletzte sogar 33 Jahre. Das wollen wir möglichst bald ändern. Wir stellen uns ein Fest vor, das die ganze Stadt und alle kulturellen Bereiche umfasst, die Bevölkerung, interessierte Organisationen und Gruppierungen zur Mitgestaltung einlädt. Wir stellen uns ein vielfältiges, künstlerisches, mulikulturelles und fröhliches Fest vor, das der ganzen Bevölkerung eine bleibende Erinnerung verschafft.
Die SP setzt sich dezidiert auch für den Erhalt der Arbeitsplätze und den nachhaltigen Umbau der Wirtschaft ein. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist auch der gesellschaftliche Zusammenhalt wichtig. Die SP schlägt vor: Feiern wir alle gemeinsam 2010 (oder 2011) ein grosses Stadtfest! Darum jetzt erst recht, bringen wir die Solidarität, das gegenseitige Verständnis, das gemeinsame Einstehen in schwierigen Zeiten auf.
Wir bitten den Gemeinderat dem Stadtrat aufzuzeigen,
Bern 14. Mai 2009