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Ein wichtiges Signal: keine grenzenlosen Ladenöffnungszeiten

Kategorie: Stadtrat, Wirtschaft, Sozialpolitik

Artikel erstellt am: Sonntag 22. August 2010 Alter: 8 Jahr/e

Ich gehe auch manchmal am Sonntag ein Gipfeli, ein Liter Milch und die Zeitung einkaufen. Ich habe Verständnis für alle, die am Sonntag einkaufen möchten. Aus Sicht vom Einzelnen gibt es immer jemanden, der zu jederzeit froh ist, wenn irgend ein Laden offen ist. Vielleicht brauche ich grad am Samstag Abend dringend ein Sofa ...

und trotzdem gibt es gute Gründe, die Ladenöffnungszeiten in der untern Altstadt von Bern nicht einseitig auf Samstag Nacht und Sonntag auszudehnen. Kleine Läden und Galerien können heute schon offen haben, längere Öffnungszeiten führen ohne gute Gesamtarbeitsverträgen zu schlechteren Arbeitsbedinungen, und sie führen zu noch mehr der immer gleichen Ladenketten. Ich will auch keine Salami-Taktik: die Bürgerlichen im Grossen Rat möchten die Öffnungzeiten gleich in der ganzen Altstadt frei geben. Dann folgen die Aussenquartier, die Reinigung, die Zulieferung und, und... Kein Wunder, lehnen auch die meisten ArbeitnehmerInnen und LadenbesitzerInnen der unteren Altstadt die längeren Öffnungszeiten ab.

Deshalb bin ich froh, dass der Stadtrat am 19.8.2010 die Motion der CVP nach engagierter Debatte mit 33 zu 27 Stimmen abgelehnt hat.

Zu meiner Fraktionserklärung.

Zum Artikel im Bund.

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