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Von Wirtschaftskrise nie gehört?

Kategorie: Persönlich, Wirtschaft

Artikel erstellt am: Sonntag 16. November 2008 Alter: 13 Jahr/e

Hier ein kleiner Rückblick auf einen noch immer aktuellen Ausblick: In der Stadtratsdebatte vom 27. März 2008 zum Privatisierungs-Gutachten des ewb kam ich auf das absehbare Ende der Liberalisierungseuphorie und die Notwendigkeit von Staatsregulierung der Banken zu sprechen. Natürlich haben die Bürgerlichen damals im Rat nur die Augen verdreht. Aufgrund der Aktualität hier nochmals der Wortlaut, wenn auch die Entwicklung noch schlimmer gekommen ist, als auch ich mir das konkret vorgestellt habe.

"Ich glaube vor allem, dass die Liberalisierungseuphorie nachlässt: Im Energiebereich sind die Erfahrungen im Ausland durchzogen, die Monopolisierungstendenz offensichtlich, und auch von sinkenden Preisen redet niemand mehr. Noch dramatischer sind die Erfahrungen jetzt im Bankenbereich, wo selbst der Chef der privaten Deutschen Bank sagt, die Selbstregulierungskräfte des Marktes seien am Ende, es braucht den Staat. Was ja faktisch auch passiert. So gesehen stammt das Gutachten vielleicht schon aus einer anderen Zeit, wo noch manches Gutachten – auch aus Eigeninteresse – das blaue vom Himmel versprochen hat. Wir werden uns vermutlich noch lange mit den dramatischen Folgen der Liberalisierung beschäftigen, das sagen nicht nur Linke, sondern namhafte Ökonomen, weil eben diese Wertsteigerungs-Theorien, wo die Käufe, Verkäufe und Fusionen in den letzten Jahren untermauert haben, auf Scheinlogik, Ideologie und Illusion beruhen, sich weder an Kunden noch realer Produktion orientieren, zu Exzessen bei Reichtum und Verarmung führen."

Ausschnitt ziemlich am Ende des Votums




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