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Bildung und Pausenplatz

Bildung braucht Raum. Und heute steht mit der Sanierung vom Laubegg-Schulhaus ein wichtiges Projekt für die Schülerinnen und Schüler in Bern Ost, für die Schule und für die Quartierbevölkerung im Raum. Es freut mich deshalb, dass Leute aus dem Quartier unsere Beratungen über "ihre" Schule auf der Tribüne mitverfolgen. (...) 

Die GFL/EVP- Fraktion fordert, das man auf den Anbau wegen dem Pausenplatz verzichtet, und dass man für die Regionalbibliothek eine Lösung ausserhalb vom Schulhaus sucht. (...)

Es ist mir klar und ich anerkenne das auch, dass der Antrag nicht gegen die Regionalbibliothek an sich gerichtet ist, sondern gegen die Verkleinerung des Pausenplatzes. Trotzdem komme ich nicht um ein paar bildungspolitische Überlegungen umme. Jeder sechste Erwachsene in der Schweiz kann numme mit Mühe einfache Texte lesen. Das ist für uns, womer uns doch als Bildungsnation verstehen, ein Alarmzeichen. Man muss die Lesekompetenz fördern, sowohl für Kinder, als auch für Jugendliche und Erwachsenen. Da ist es in den Augen der SP/JUSO-Fraktion bildungspolitisch absurd, jetzt eine Quartierbibliothek in einer Schule go uffhebe. Wir brauchen Bücher – und CD’s, und neue Medien, selbstverständlich – und zwar so nahe bei den Leuten wie möglich. (...)

Was gibt es bessers als die Synergie zwischen einer Schul- und einer Quartierbibliothek, gerade wenn sie auch innerhalb der Schule gut zugänglich ist, an einem Treffpunkt, wie Barbara Streit vorhin beschrieben hat. Aber ebbe, damit sind wir beim Pausenplatz - "Eine kleine Insel kindlicher Vielfalt" sagt der erfundene Niederönzer Lehrerdichter Samuel Stritter im Lexikon der Provinzliteratur vom Pedro Lenz. (...Den Niederönzer Lehrerdichter habe ich richtig ins Herz geschlossen: "In der Schule verdiene ich mein Brot, am Schreibtisch die Butter dazu." Schon mit dieser fein gesetzten Metapher aus seiner autobiografischen Novelle "Pädagoge oder Schriftsteller oder beides" (Niederönz, Verlag Eule, 1998) zeigt sich Samuel Stritters Vorliebe für die bildhafte Sprache; ist im Lexikon der Provinzliteratur zu lesen)

Zum Schluss: Wir wollen eine gute öffentliche Schule. Die Sanierung vom Laubegg ist dringend. Für Verbesserungen bei der Pausenplatz-Gestaltung sind wir zu haben. Die Quartierbibliothek soll – mit dem Anbau – in der Schule bleiben, im Interesse von unsern Kindern, wo dort in die Schule gehen und vom Quartier, wo auch ein kleines Stück ist von unserer Bildungsnation Schweiz (Merke: ohne Quartierbiliothek Laubegg ist die Bildungnation Schweiz gefährdet!) 

Fraktionserklärung 26.5.2005 Laubeggschulhaus

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