Kita-Initiative der SP eingereicht
Am Dienstag, 11.11.2008, haben wir die Kita-Initiative im Erlacherhof einreichen können. Das freut mich riesig, denn es ist die erste Initiative seit Jahrzehnten, welche die SP der Stadt selber lanciert. Dass sie in kurzer Zeit und mit grosser Unterstützung zustande gekommen ist, freut mich besonders, auch wenn Bund und BZ diese Initiative stiefmütterlich behandelt haben.
Die SP der Stadt Bern hat heute im Erlacherhof dem Gemeinderat über 5800 beglaubigte Unterschriften für ihre Kita-Initiative übergeben. Die Initiative fordert ein Recht, das Eltern spätestens sechs Monate nach Anmeldung ihres Kindes in der Kita einen Platz gewährt.
Die städtische Volksinitiative „Familienfreundliches Bern: Für Kindertagesstätten ohne Wartelisten (Kita-Initiative)“ wurde am 4. Juli 2008 von der SP der Stadt Bern lanciert. Bereits vier Monate danach sind die nötigen Unterschriften beisammen. Sie wurden heute der zuständigen Gemeinderätin übergeben.
Mit ihrer Initiative will die SP nicht nur den Ausbau der Kita-Plätze forcieren, sondern durch ein Recht absichern, dass in Zukunft jederzeit genügend Kita-Plätze für alle angemeldeten Kinder zur Verfügung stehen. Heute besteht eine Warteliste von beinahe 800 Kindern. Mit der in der Initiative festgelegten Wartefrist von maximal sechs Monaten ist genügend zeitlicher Spielraum gegeben, damit die Stadt Bern die nötige Anzahl Kita-Plätze zur Verfügung stellen kann, ohne Überkapazitäten zu schaffen. Die subventionierten Plätze kann die Stadt Bern in eigenen oder in privaten Kitas einrichten.
Im Gegensatz zu bürgerlichen Parteien fordert die SP einen Rechtsanspruch für alle Kinder, losgelöst von der Erwerbstätigkeit der Eltern, wie er auch für die Tagesschulen eingeführt wurde. Denn bei der familienergänzenden Kinderbetreuung geht es längst nicht mehr nur um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eine mindestens ebenso wichtige Funktion hat die Kita in der Frühförderung und der Integration – sowohl von anderssprachigen Kindern, wie auch von Einzelkindern oder Kindern
mit speziellen Bedürfnissen.
Die SP der Stadt Bern freut sich, dass nun das Volk über diese wichtige Frage des Rechtsanspruchs abstimmen kann und sieht der kommenden Volksabstimmung zuversichtlich entgegen.