Dringliches Postulat Dieter Beyeler/Lydia Riesen (SD)/Christoph Müller (FDP): Parkplatzmisere beim Zentrum Paul Klee
Wortmeldung Parkplätze ZKP 15.6.2006
Werte Anwesende
Wir freuen uns über die guten Start-Besucherzahlen vom Klee-Zentrum und wir haben auch nichts dagegen, dass man die Parkplatz-Situation jetzt genauer anschaut. Es gibt ein paar offene Fragen, wo man auch aus Sicht vom Quartier muss anschauen, und wir hoffen, dass das in einem guten Dialog zwischen Stadt und Klee-Zentrum passiert. Wir wollen aber nicht, dass sich das Postulat als Kuckucksei herausstellt, wo plötzlich neue Parkplätze ausschlüpfen.
Probleme gibt es vor allem in Spitzenzeiten. Spitzenzeiten sind aber die Ausnahme, und wir hätten gerne dazu Fakten auf dem Tisch: Was macht das aus in Zahlen, in Belastungszeiten unter der Woche, und wie sehen die Prognose aus. Immerhin sind in den ersten 6 Monaten doppelt so viele BesucherInnen gekommen wie angenommen, und schon für 2007 rechnet das Klee-Zentrum mit einem Rückgang von 25 Prozent. (Man kann sicher nicht eine 7-jährigen Anfangs- und Euphoriephase erwarten, das haben auch andere Institutionen gezeigt.)
Gerade weil es ein Problem in Spitzenzeiten ist, und vermutlich erst noch ein Übergangsproblem, muss man sich gut überlegen, in welche Richtung man nach Verbesserungen sucht:
Längt die Signalisation oder muss man die verbessern?
Wieviel Leute brauchen die Parkplätze, wo gar nicht ins Klee-Zentrum möchten, sondern diese sonst als gäbige Abstellplätze benutzen? Wieviel Angestellte und Freiwillige benützten das Auto?
Unternimmt das Klee-Zentrum genug, damit die Leute mit dem öffentlichen Verkehr anreisen? Wenn ich die Service-Informationen anschaue, dann steht hier kein Wort davon, dass man mit dem ÖV anreisen sollte, so im Sinne „Es wird empfohlen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützten“. Da scheint mit klares Verbesserungspotential vorhanden.
Schliesslich könnte man– mit dem entsprechenden Verkehrsleitsystem - die BeaExpo Halle als Überlaufgefäss integrieren, wo sowieso meistens halb leer ist.
Leben können wir mit den 20 Parkplätzen, welche beim bestehenden Parkplatzangebot noch möglich sind, wie es der Gemeinderat vorhin erwähnt hat. Auf keinen Fall in Frage kommen für uns – falls das überhaupt ein Thema werden sollte - die Öffnung vom Friedhofweg und weitere Parkplätze an der Schosshaldenstrasse. Wir schliessen uns da Christoph Müller an, wo in der Interpellation letzte Woche zum Freudenbergerplatz die gestalterische Aufwertung und Verkehrsführung vom Nordzugang (eben Schosshaldenstrasse) ausdrücklich gelobt hat, weil auch die Anwohnerinnen und Anwohner profitieren. Das wollen wir nicht aufs Spiel setzen.
Die SP wird dem Postulat – mit diesen Vorbehalten aber weil wir nicht gegen eine Prüfung der bestehende Probleme sind – mehrheitlich zustimmen.