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Ein Fest des Sports

Wenn wir heute Abend über Sport sprechen, dann haben wir eine äusserst facettenreiche Thematik vor uns:

Positive wie negative Aspekte sorgen immer wieder für Schlagzeilen.

Es geht uns heute Abend mit unserem Vorstoss um die positiven Aspekte des Sports: Auswüchse des Spitzensports, Doping, Verkehrprobleme im Zusammenhang mir der "Freizeitgesellschaft" "Hoolingans", und weiteres lassen wir auf der Seite. Es geht uns um aktive Sportlerinnen und Sport, um den Breitensport. Mit der Kinderolympiade wollen wir diesen fördern.

Ich werde jetzt einige grundsätzliche Überlegungen anstellen und auch begründen, warum wir aus unserer Sicht bei der Motionsform bleiben müssen. Thomas Göttin wird anschliessend die 9 Punkte unserer Motion begründen.

 

  • Wer Sport treibt lebt gesünder. Dies ist eine Binsenwahrheit: Doch wie bei vielem gilt auch hier: Die Freude an der Bewegung, an der sportlichen Betätigung muss im Kinder und Jugendalter geweckt werden. Ein späterer einstieg ist viel schwieriger.
  • Mit sportlicher Betätigung können Krankheitsrisiken bei Jugendlichen minimiert werden- erinnert sei an Übergewicht, Suchtverhalten, psychische und somatische Krankheiten. Eine vernünftige sportliche Betätigung hat immer auch einen präventiven Aspekt kurz – wie längerfristig. Gesundheitsökonomisch verhilft richtig betriebene sportliche Betätigung zu geringeren Kosten im Gesundheitswesen.
  • Ich habe vernünftige sportliche Betätigung betont. Uns ist dies auch im Zusammenhang mit der Kinderolympiade wichtig. Es geht nicht um Talentschau wo zukünftige Olympiasieger ausgesucht werden. Uns geht es – wenn auch Leistung durchaus dabei sein soll – um ein Fest des Sportes.
  • Dies auch weil neben den verbreiteten Sportarten die an Sporttagen, Schülermeisterschaften usw. auch Sportarten ihre Auftritte haben, die sonst wenig Beachtung finden. Die Verbände und Vereine sollen ihre Sportart darstellen können, sollen sie anbieten, vom Rudern über Boccia bis hin zum Tanzen, soll eine möglichst breite Palette Anlass zu Neugier, Freude, Motivation für unsere Jugendlichen bieten.
  • Dass Sport zudem integrierend wirkt, dürfte mittlerweile verbreitetes Wissen sein. Schauen Sie doch einmal die Fussball – Nationalmannschaft unter diesem Aspekt an. Events wie die von uns vorgeschlagene Jugendolympiade helfen mit Vorurteile zu überwinden und durch gemeinsames Tun gemeinsame Lösungen anzustreben.
  • Das ganze koste zuviel, wurde uns im Vorfeld der heutigen Sitzung auch etwa gesagt. Da sind wir nicht so sicher. Die Stadt soll sicher einmal den Anschub finanzieren. Weitere Geldmittel sollten sich aus Fonds (z.B. Sport – Toto) Spo9nmsorinmg und Beiträgen der Vereine und verbände erschliessen lassen. Mittelfristig müsste ein solcher Anlass sogar kosten neutral zu organisieren sein.
  • Hingegen dürfte die Kinderolympiade über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung finden. Wir haben Reaktionen auf unseren Vorstoss erhalten – ausschliesslich positive.

Warum halten wir an der Motion fest? Wir haben den Vorstoss ganz bewusst so formuliert, dass ein breiter Gestaltungsspielraum bleibt.

Uns ist wichtig, dass eine Kinderolympiade kommt. Wie genau sie aussehen wird, das sollen die Arbeiten, die nach der Überweisung der Motion aufgenommen werden, aufzeigen.

Ich bitte sie deshalb, unseren Vorstoss als Motion zu unterstützen – nur so haben wir eine gewisse Garantie, dass wir voraussichtlich 2008 die erste Kinderolympiade in Bern eröffnen können. Damit auch klar sein wird, wer einst den Anstoss dazu gab, haben wir Abstimmung unter Namensaufruf verlangt. Ich hoffe, dass alle, die heute Abend zustimmen können, dann auch als Gäste oder als aktiv Mitarbeitende dabei sein werden. Ein Fest des Sportes 2008 hier bei uns in Bern für unsere Jugend – helft alle mit, das zu verwirklichen

Res Zysset, Stadtrat SP am 17.3.2005 im Stadtrat